Die Situation auf dem Land

In Indien erreicht der medizinische Fortschritt die armen Bevölkerungsschichten nicht. Ärzte und Kliniken sind für sie unbezahlbar. Die staatliche medizinische Basisversorgung fehlt fast gänzlich oder ist zumindest unzureichend.

Auf dem Land sind die öffentlichen Gesundheitszentren häufig ungenügend mit Medikamenten und Personal ausgestattet. Zudem sind sie über die schlechten Strassenverbindungen nur schwer zu erreichen. Relativ harmlose Infektionen, Durchfallerkrankungen und Komplikationen während der Schwangerschaft enden so oft mit dem Tod.

Um die medizinische Versorgung von Bedürftigen zu gewährleisten unterstützen wir gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation (BSK Welfare Society) ein Krankenhaus, eine Mobile Klinik sowie Medical Camps.

Unterstützen Sie gemeinsam mit uns Massnahmen zur kostenlosen medizinische Versorgung  benachteiligter Menschen mit einer Spende oder einer Projektpatenschaft

Krankenhaus

Das Krankenhaus, das nach westlichem Standard mit modernen medizinischen Geräten ausgestattet ist, befindet sich in der Nähe des Dorfes Daryapur.

Es umfasst zur Zeit die Fachbereiche Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinder und Jugendmedizin, Augenheilkunde sowie Chirurgie. Seit 2013 steht ein Dialysezentrum zur Verfügung. Pro Jahr können an die 20 000 Patienten versorgt werden. Neben der Schulmedizin kommen auch Homöopathie und Ayurveda zur Anwendung

Durch die kontinuierlich erweiterte Ausstattung des Krankenhauses ist es mittlerweile  möglich, mehr und mehr Operationen durchzuführen. Da es nun jedoch dringend erforderlich ist, die Anzahl  zu erhöhen, da für weitaus mehr Patienten eine Operation lebenswichtig ist, sind wir auf zusätzliche Unterstützung angewiesen.

Zum Beispiel werden Fr. 350.- für eine Operation bei Leistenbruch benötigt, was ohne chirurgischen Eingriff zu einer lebensgefährlichen Einklemmung des Darmes führen kann. Gerade die Ärmsten der Armen müssen jedoch schwerste körperliche Arbeiten verrichten, wodurch es häufig zu Leistenbrüchen kommt.

Durch Mangelernährung entsteht nicht selten Grauer Star, der ohne Operation zu Blindheit führt. Bereits Fr. 110.- reichen aus, um 10 Patienten zu untersuchen, zu behandeln und einem Patienten eine Kunstlinse einzusetzen.

Jeder Beitrag hilft, bedürftigen Menschen etwas von ihrer Last abzunehmen.

Mobile Klinik – medizinische Hilfe direkt vor Ort

Mobile Kliniken  sind spezielle Fahrzeuge zur flexiblen medizinischen Versorgung selbst in entlegenen Gebieten, sozusagen eine Artzpraxis auf Rädern.

Seit 2012 ist eine Mobile Klinik in den umliegenden Dörfern von Rahon, in der Region Doaba, im Einsatz, daher  können viele Menschen erreicht und medizinisch versorgt werden. Der Bevölkerungsanteil der unterprivilegierten Kasten ist dort  mit über 35% besonders hoch. Im Umkreis von 60 km² liegen 85 Dörfer, die dringend ärztliche Versorgung benötigen.

Die Mobile Klinik fährt in regelmässigen Abständen selbst entlegene Dörfer an und bietet kostenlose Untersuchungen für Bedürftige an. So kommt der Arzt direkt zu den Patienten, die sonst keinerlei medizinische Hilfe hätten.

Flexibel und robust

Die Mobile Klinik ist ausgestattet mit modernem medizinischen Equipment, kleiner Apotheke und Labor. Die Einrichtung ist für folgende Aufgaben ausgelegt: allgemeinmedizinische Behandlung, chirurgische Wundversorgung, zahnärztliche und augenärztliche Versorgung und frauenärztliche Behandlung. Sie vrfügt ausserdem über einen eigenen Generator und einem Wassertank und ist extrem robust – eine Eigenschaft, die unbedingt erforderlich ist aufgrund der Strassenverhältnisse insbesondere  in entlegenen Regionen.

Medical Camps und kostenlose Augenoperationen

Durch sogenannte Free Medical Camps in verschiedenen Regionen  haben Bedürftige die Möglichkeit, über mehrere Tage kostenlose Untersuchungen und Behandlungen in Anspruch zu nehmen, oft über 500 Personen. Neben Allgemeinmedizinern sind bei Medical Camps auch Spezialistenteams im Einsatz. Ein Schwerpunkt sind bislang Augenoperationen, denn der Graue Star, eine Trübung der Linse, kommt in Indien aufgrund von Mangelernährung oft schon in jungem Alter vor. Ohne Operation führt er zur Erblindung.