Bei unserem ersten Besuch vor Ort  in diesem Jahr lag es uns besonders am Herzen, etwas für die notleidenden Bewohner in der Region Doaba zu tun, denn diese haben unter den in diesem Jahr sehr kalten Temperaturen besonders zu leiden.Im Winter sinkt das Thermometer dort nachts auf bis zu 2 Grad ab und oft bleibt es den ganzen Tag über feuchtkalt und nebelig.

Die Dorfkinder sind nur dürftig bekleidet, teilweise barfuss, und frieren in ihren Hütten aus Lehm und Stroh. An einige dieser Familien wurden über 70 Decken verteilt. Der Ortsvorsteher hatte vorab eine Liste der Menschen aufgestellt, die am bedürftigsten sind, grössere Familien erhielten mehrere Decken.

Wir durften Sandeep und Shamba Devi in dem kleinen Häuschen besuchen, wo sie mit einer Schwägerin und drei Kindern leben. Im Grunde besteht es nur aus einem grossen Raum mit einem überdachten Vorplatz und einem kleinen Tempel aus Lehm, den sie zu Ehren der Göttin Durga errichtet haben. Die Familie stammt aus Bihar, der Vater ist Feldarbeiter. Fliessendes Wasser haben sie nicht, sie müssen zu einer öffentlichen Pumpe gehen und gekocht wird am offenen Feuer vor der Hütte. Immerhin haben sie zwei Kühe und einige Ziegen zur Versorgung mit Milch.

Über die Decken haben sie sich sehr gefreut. Nachts können sie sich damit zudecken, tagsüber wickeln sie sich an kalten Tagen darin wie in einen Umhang ein.

Man war fast beschämt, dass man mit so wenig Geld dort so viel helfen kann, denn eine Decke kostet in Indien umgerechnet nur 5-6 CHF.-

Die Aktion fand bei den Bedürftigen so grossen Anklang, dass Give+Give noch weitere 700 Decken besorgte und an die Bewohner von weiteren Dörfern verteilte. Auch 200 Pullover wurden übergeben. Wir überlegen nun, wie wir im nächsten Winter in noch grösserem Umfang helfen können und freuen uns über jede scheinbar noch so kleine Spende.

 

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